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Gewerbeschule nahm als erste Bühler Schule ihren Glasfaser-Internetanschluss in Betrieb

 

Die Schüler erlebten in einer großen Pause das Startsignal zum neuen IT-Zeitalter in der Aula mit: Den roten Knopf drückten OB Hubert Schnurr, Bürgermeister Wolfgang Jokerst und Projektmanager Markus Benkeser seitens der Stadt Bühl sowie der für die Kreisschulen verantwortliche Amtsleiter Burkhard Jung und Schulleiter Schilli. Den Anschluss hatte der Landkreis aus Investitionsmitteln finanziert. Die laufenden Kosten bestreitet die Gewerbeschule aus ihrem regulären Jahresbudget. Schilli meinte: "Durch den Glasfaser-Internetanschluss sind wir näher an Bühl herangerückt." Er lobte: Nur 14 Monate habe es von den ersten Gesprächen mit der Stadt bis zur Herstellung des Glasfaser-Anschlusses gebraucht. Schnurr kommentierte dies so: "In Bühl gehen die Uhren eben anders!"

 

Die Stadt Bühl hatte mit ihrem Eigenbetrieb Breitbandausbau den Anschluss geschaffen. Benkeser erläuterte: Durch die Zusammenarbeit mit Tiefbauunternehmen aus der Region seien "die kurzen Drähte" vorhanden, um schnell Glasfaserkabel zu verlegen. Überdies habe die Stadt mit ihren Stadtwerken Erfahrungen in dieser Technologie gesammelt. Bürgermeister Jokerst ergänzte: Nachdem die Telekom kein Interesse an einer flächendeckenden Glasfaser-Versorgung gezeigt habe, habe die Stadt diese Aufgabe selbst in die Hand genommen - zusammen mit Lichtenau, Rheinmünster, Seebach und dem Baden-Airpark.

 

"Es war unser Bestreben, in der für die Entwicklung der Region wichtigen Technologie alles ineine Hand zu bekommen.", betonte Jokerst. Markus Benkeser, Verwaltungsfachwirt im Bühler Rathaus, habe dafür als Projektmanager freie Hand erhalten und bemerkenswerte Erfolge erzielt.

 

Oberstudienrat Holger Dzeik, der mit seinen Kollegen Martin Schell und Jan Plewka das Computernetzwerk der Schule betreut, legte dar: Durch die Geschwindigkeit der Glasfaser-Anbindung, aktuell 300 Megabit pro Sekunde in beide Richtungen, liefen nun Anwendungen wirklich flüssig, die zuvor durch "nervendes Ruckeln" den Schülern keinerlei Spaß bereitet hätten.

 

In der Gewerbeschule sind rund 200 Computer in Betrieb, einschließlich zweier mobiler IT-Einheiten: Diese Rollcontainer enthalten jeweils 17 Laptops, die zum Beispiel an eine Klasse ausgegeben werden, wenn im Unterricht per Internet recherchiert werden soll. Auch mit eigenen Smartphones können sich die Schüler kostenfrei ins flächendeckende Schulnetz einloggen, um etwa ihre aktuellsten Stunden- und Vertretungspläne einzusehen.

 

Als ein weiteres Anwendungsbeispiel führte Jürgen Becker, Abteilungsleiter Berufsschule, ein internetbasiertes Gruppenwettspiel zur Überprüfung von Lernerfolgen vor. In der Probephase laufe das elektronische Klassenbuch, merkte Schulleiter Schilli an. Immer mehr Kollegen nutzten die Chancen der Digitalisierung für den Unterricht. Dzeik brachte es so auf den Punkt: "Wir haben nun eine hervorragende IT-Infrastruktur und können aus dem Vollen schöpfen."

 

Zum Artikel des BNN/ABB vom 08. Februar 2019