Baden.Net

Badischer Zwiebelkuchen
Zutaten: Zubereitung
pro Backblech:
300 g Mehl
20 g Hefe
1/8 l lauwarme Milch
80 g Butter
1 Teel. salz
1 1/2 kg Ziebeln
100 g durchwachsener Speck
knapp 1/4 l saure Sahne
4 Eier
1 Prise Salz
1 Eßl Kümmel
Für das Backblech: Butter
Ein Backblech ausfetten.
Das Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Vertiefung drücken, die Hefe hineinbröckeln und mit der Milch und wenig Mehl verrühren
Zugedeckt 15 Minuten gehen lassen.
Die Butter zerlassen, mit dem Salz zum Vorteig geben und alles mit dem gesamten Mehl so lange schlagen, bis der Teig Blasen wirft.
Den Hefeteig nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Den Backofen auf 200° vorheizen.
Die Zwiebeln in Scheiben schneiden und hobeln.
Den Speck würfeln und in einer Pfanne ausbraten, die die Zwiebeln zugeben und glasig werden lassen.
Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und das Backblech damit belegen.
Die saure Sahne mit den Eiern, dem Salz und dem Kümmel verquirlen, die Zwiebelmischung untermengen und die Masse auf der Teigplatte verteilen.
Den Kuchen weitere 15 Minuten gehen lassen, dann auf der mittleren Schiene 20 - 30 Minuten backen.
Den Zwiebelkuchen nach Möglichkeit heiß servieren.




Weihnachtsgebäck: Badener Chräbeli
Zutaten: Zubereitung
Für etwa 40 Stück:
250 g Mehl
250 g Zucker
2 Eier
1 Eßl. Aniskörner
abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone
Für das Backblech: Butter und Mehl
Zwei Backbleche mit Butter bestreichen und mit Mehl bestäuben.
Das Mehl in eine Schüssel sieben.
Den Zucker mit den Eiern schaumig rühren und das Mehl löffelweise unter den Teig mischen.
Zuletzt Aniskörner und die Zitronenschale untermengen.
Den Teig zu fingerdicken Rollen formen, in 5 - 6cm lange Stücke schneiden und halbmondähnlich formen. Die Oberseite der kleinen Halbmonde mit einem dünnen, scharfen Messer dreimal schräg einschneiden.
Die Chräbeli auf das Backblech legen und über Nacht bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Den Backofen auf 190° vorheizen. Die Chräbeli auf der mittleren Schiene 10 - 15 Minuten backen.




Badische Eiernudeln mit Schneckensahne
Zutaten: Zubereitung
24 Schnecken
100 g Frühstücksspeck
1 kl. Zwiebel
1 EL Butter
150 ml Weißwein
400 ml Schlagsahne
350 g breite Eiernudeln
1 TL Thymian
1 Prise Zucker
1 MSp. gem. Muskatnuß
Salz
frisch gem. Pfeffer
Schnecken aus der Dose abgießen, abtropfen lassen und grob hacken.
Frühstücksspeck in schmale Streifen schneiden.
Zwiebel abziehen und fein hacken.
Butter in einem Topf zerlassen. Den Speck darin knusprig braten. Zwiebeln zufügen und glasig dünsten. Die Schnecken untermischen und kurz mitbraten. Weißwein und Schlagsahne angießen. Die Sauce bei kleiner Hitze cremig einkochen.
Inzwischen Nudeln in kochendes Salzwasser geben. Bißfest garen. Das Kochwasser abgießen und die Nudeln abtropfen lassen.
Die Schneckensauce mit Thymian, Zucker, Muskatnuß, Salz und Pfeffer abschmecken.
Nudeln mit der Sauce vermengen und portionsweise auf vorgewärmten Tellern anrichten.




Badische Scherben
Zutaten: Zubereitung
400 g Mehl
2 Eier, 1 Eigelb
75 g Butter o. Margarine
1/8 l Weißwein (oder 2 Likörgläser Kirschwassser, Rum oder Weinbrand)
Backfett
Zucker
Zimt
Die Eier und das Eigelb mit dem Handrührgerät gut verrühren
Das zerlassene lauwarme Fett untermischen
Spiritousen zufügen
Zuletzt das gesiebte Mehl gut unterkneten.
Teig eine Stunde kalt stellen
Danach zu Rollen formen, in walnußgroße Stücke schneiden
Diese auf gut bemehltem Brett sehr dünn auswellen
Die Teigblätter in heißem Fett schwimmend ausbacken
(Damit sie wellig werden 2 bis 3 Scheiben zugleich ausbacken)
Herausnehmen, auf Serviette abtropfen lassen
Noch heiß mit etwas Zucker und Zimt bestreuen.




Leberle sauer
Zutaten: Zubereitung
400g Leber (möglichst Kalbsleber)
Mehl zum Wenden
100 g Margarine zum Braten
Salz, Pfeffer
2 feingeschnittene Zwiebeln
1/2 Tasse Weißwein
Zitronensaft
1/2 Tasse Rahm
1 Prise Zucker
Leber in feine Streifen schneiden und in Mehl wenden.
Das Bratfett in einer großen Pfanne recht heiß werden lassen.
Leber und Zwiebeln reingeben und bei großer Hitze unter ständigem Wenden schnell hellbraun werden lassen.
Bratensatz mit Weißwein loskochen, mit Rahm andicken, mit einer Prise Zucker und falls nötig noch mit etwas Zitronensaft abschmecken.
Dazu: Spätzle




Badischer Gugelhupf
Zutaten: Zubereitung
160 g Butter
10 Eidotter
6 EL Rahm
3 EL Zucker
3 Löffel Bierhefe oder
40 g aufgelöste Preßhefe
etwas Salz
3 Eiweiß
250 g Stärkemehl
Die Butter wird schaumig gerührt, dann rührt man 10 Eidotter, Rahm, Zucker, Hefe und Salz hinzu, zieht zuletzt den Schnee von 3 Eiweiß sowie das Stärkemehl vorsichtig unter, läßt den Gugelhupf in der Form aufgehen, bäckt ihn langsam eine Stunde und bestreut ihn mit Zucker.




Vogelfutter
In einer Pfanne Fett und Zwiebeln auslassen, kleingeschnittene Brotwürfel hinzugeben und anrösten, mit etwas Milch tränken und alles vermischen. 3 gesalzene geschlagene Eier darüberleeren und das Ganze anbraten.
Dazu gibt es Salat.




Badischer Kartoffelsalat
Frischgekochte Kartoffeln werden geschält und in dünne Scheiben geschnitten. Darüber kommt Salz, Pfeffer, Muskat, eine halbe zerriebene Knoblauchzehe, feingeschnittene Zwiebeln, ein Eigelb und nach Belieben etwas saure Sahne, Öl, etwas Essig und etwas Zitrone.
Alles wird gut untereinandergemengt und zum Durchziehen 2-3 Stunden stehen gelassen.
Vor dem Servieren gibt man heiße Fleischbrühe dazu und schmeckt nochmals ab. Der Salat darf nicht zu fest und nicht zu flüssig, sondern er muß schön geschmeidig sein.




Bierewecke (Birnenbrot)
Zutaten: Zubereitung
3 kg getrocknete Birnenschnitze
3 kg Mehl (halb Weiß-, halb Roggenmehl)
150 g Hefe
Zimt, Nelken
30 g Salz, etwas Anis
1/4 l Kirschwasser oder Birnenschnaps
750 g gemahlene Nüsse
Die Birnenschnitze werden gut angebrüht und leicht gekocht. Die Kochbrühe nimmt man zur Herstellung des Teigs.
Der Teig muß zweimal gehen. Nach dem ersten Mal gibt man die Zutaten bei und bringt alles in eine Kastenform. Hier geht der Teig dann ein zweites Mal und wird dann bei mittlerer Hitze ca. 2 Stunden gebacken.




Beitrag von Marion Schlicker, Kehl
Es ist sicherlich kein Zufall, daß sich im süddeutschen Raum die meisten 3-Sterne Restaurants befinden. Von gutem Essen haben speziell die Badener schon immer etwas verstanden. Wobei ich nicht weiß, ob man überhaupt von einer „typisch badischen Küche" sprechen kann. Gerade im badisch-alemannischen Raum sind die Grenzen zur elsäßischen Küche oft fließend, was durchaus dem Gaumen eines Genießers entgegenkommt. Allerdings gibt es - wie überall - alte, traditionelle Gerichte und Menüs.

Ein typisch badisch-alemannisches Festessen möchte ich hier gerne vorstellen:

1. Grünkernsuppe mit Markklößchen
2. Feldsalat mit Speck und Krächerle
3. Forelle mit Mandeln
4. Sauerbraten mit Nudeln
5 Münsterländer Bergkäse (ein milder Hartkäse aus dem Münsterland bei Freiburg)
6. Chaudeau mit Biskuit

Hier die dazugehörigen Rezepte (Jeweils für 4 Personen)

1. Grünkernsuppe
100 g Grünkernmehl
2 Eßl. kaltes Wasser
1 l heiße Fleischbrühe
Salz, weißer Pfeffer
1 Eigelb
4 Eßl Sahne

Markklößchen
125 g Rindermark einige Studnden wässern, dann fein schneiden und in einem Topf auslassen. Durch ein Sieb gießen und etwas abkühlen lassen, dann schaumig rühren und 4 Eier und soviel Semmelbrösel dazugeben, daß man aus dem Teig Klößchen formen kann. Mit Salz und Muskat würzen.

Grünkernmehl in einer Schüssel mit dem kalten Wasser anrühren und unter kräfigem Rühren in die kochende Fleischbrühe gießen. Die Markklößchen dazugeben, alles 20 Min. leicht köcheln lassen.
Eigelb mit wenig warmer Suppe und Sahne verquirlen. In die Suppe rühren, nicht mehr kochen.

2. Feldsalat mit Speck und Krächerle
400 g gewaschener und geputzter Feldsalat
1 Zwiebel
4 Eßl. Weinessig
4 Eßl Öl
½ Teel. Senf
½ Teel. Salz
1 Prise Zucker
4 Scheiben Bauchspeck
4 Scheiben Toastbrot

Die Zwiebel fein hacken. Aus Essig, Öl, Senf, Salz und Zucker mit dem Schneebesen eine Marinade rühren. Den Speck in feine Streifen und das Toastbrot in Würfelchen schneiden. Den Feldsalat auf Teller verteilen, gehackte Zwiebeln darüber streuen. Den Speck in einer Pfanne auslassen, Brotwürfel dazugeben, alles goldbraun anrösten, auf dem Feldsalat verteilen, mit der Marinade begießen und sofort servieren.

3. Forelle mit Mandeln
4 frische Schwarzwaldforellen von je ca. 250 g
Saft einer Zitrone
Salz
100 g Butter
100 g blättrig geschnittene Mandeln
2 Zitronen
1 Bund Petersilie

Forellen ausnehmen, unter fließendem Wasser abspülen, trockentupfen. Innen und außen mit Zitronensaft beträufeln und salzen. Butter in einer ausreichend großen Pfanne erhitzen. Die Fische auf beiden Seiten 1 Minute anbraten, dann bei reduzierter Hitze auf beiden Seiten noch je 8 Minuten weiterbraten. Mandeln dazugeben und goldbraun werden lassen. Fische in den Mandeln wenden, auf einer vorgewärmten Platte anrichten, die restlichen Mandeln darüberstreuen. Einen Teil der gewaschenen und trockengetupften Petersilie fein hacken, über die Fische streuen. Platte mit Zitronenscheiben und restlicher Petersilie garnieren. Will man noch eine Beilage dazu, so passen Salzkartoffeln.

4. Sauerbraten
1 kg Rinderbraten
Für die Marinade:
¼ l Rotweinessig oder Himbeeressig
¼ l Rotwein (am besten Spätburgunder aus Baden)
¼ l Wasser
1 Zwiebel
1 Lorbeerblatt, 3 Nelken, 5 schwarze Pfefferkörner, 5 Wacholderbeeren
Außerdem Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 100 g fetter Speck, 2 Zwiebeln, 1 Bund Suppengrün, 1 Eßl. Tomatenmark, 1/8 l heiße Fleischbrühe, ca. 25 g Mehl, 1 Prise Zucker, 1/8 l Sahne

Für die Marinade Rotwein, Essig, und Wasser in einen Topf geben. Geschälte, in Ringe geschnittene Zwiebeln und die übrigen Gewürze dazugeben, aufkochen und gut abkühlen lassen. Erst dann über das Fleisch gießen, zugedeckt 3-4 Tage stehen lassen, zwischendurch 1 mal wenden. Fleisch aus der Marinade nehmen, abtrocknen und mit Salz und Pfeffer kräftig einreiben. Den Speck würfeln und in einem Schmortopf glasig werden lassen. Fleisch darin in ca. 15 Minuten rundherum anbraten. Zwiebeln schälen und würfeln. Suppengrün putzen, waschen und grob zerkleinern., in den Topf geben und weitere 10 Minuten mitbraten, Tomatenmark zugeben, etwas andünsten lassen, heiße Fleischbrühe und einen Teil der durchgesiebten Marinade angießen. 90 Minuten zugedeckt schmoren lassen. Eventl. noch etwas Marinade zugießen. Fleisch aus dem Topf nehmen und auf einer tiefen Platte warmstellen. Für die Soße Schmorfond in einen Topf sieben, aufkochen. Sahne und Mehl in einem Becher verquirlen, die Soße damit binden und unter Rühren 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Etwas Soße über den Braten gießen, den Rest getrennt reichen.

6. Chaudeau
3 Eier
100 g Zucker
¼ l Weißwein
2 Eßl. Zitronensaft
abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Zitrone

Eier, Zucker, Weißwein und Zitronensaft in einem hohen Topf gut miteinander verrühren. Im Wasserbad so lange schlagen, bis eine cremige Masse entsteht. Nicht kochen lassen! Geriebene Zitronenschale untermischen. Sofort heiß zusammen mit Biskuit servieren.

Weitere Rezepte:

Badische Metzelsuppe
750 g Sauerkraut
Schweineschmalz
ein paar Hutzeln (gedörrte Zwetschgen und Birnen)
Zucker
Zimt
Brühe
etwas Mehl
Grieben-, Blut- und Leberwurst
Kesselfleisch

Das Kraut wird im Schweineschmalz angedünstet, das Dörrobst zugefügt, mit Zucker und Zimt gewürzt und mit Brühe aufgegossen.
Wenn das Kraut weich ist, bindet man es mit dem in wenig Wasser angerührten Mehl und schmeckt mit ein wenig gebräunten Zucker ab. Dazu gibts`s die heißen Würste und das Kesselfleisch.

Alemannischer Bettelmann
300 g geriebenes trockenes Schwarzbrot
¼ l Wasser
¼ l Wein
1500 g Äpfel
1 Prise Nelkenpulver
Zimt
Zucker
Rosinen

Das Brot wird mit Wein und Wasser befeuchtet und abwechselnd mit den geschälten, kleingeschnittenen Äpfeln, den Gewürzen, Rosinen und Zucker in eine gefettete Auflaufform gefüllt und bei mittlerer Hitze in ca. 45 Minuten gebacken.

Bruchsaler Spargelauflauf
1000 g Spargel
80 g Butter
2 Eßlöffel. Mehl
4 Eier
Salz
Paprika
Zitronensaft
80 g geriebener Käse

Man schält die Spargelstangen von oben nach unten (nicht zu dünn!), schneidet sie in etwa 5 cm lange Stücke und gart sie in Salzwasser.
Aus der Butter und dem Mehl bereitet man eine helle Mehlschwitze, gießt mit ¾ l Spargelbrühe auf und schmeckt mit Zitronensaft ab.
Ein Teil der Soße kommt über die Spargelstücke. Eine Auflaufform wird gefettet und der Spargel eingefüllt. Den Rest der Soße legiert man mit dem verquirlten Eigelb, würzt und zieht den Käse und den steifgeschlagenen Eischnee unter. Die Masse streicht man auf den Spargel und bäckt den Auflauf bei mäßiger Hitze ca. 30 Minuten.

Kalbsragout auf Badische Art
750 g Kalbsschulter oder -hals
Salz
Pfeffer
½ l Weißwein
2 Zwiebeln
2 Nelken
einige Pfefferkörner
Thymian
1 Lorbeerblatt
200 g Sellerie
2 Eßlöffel Mehl
50 g Butter
Zitronensaft
200 g Champions in etwas Butter gedünstet
1/8 l saure Sahne
1 Prise Zucker
1 Eßlöffel Kapern
Kerbel

Das Fleisch schneidet man in Würfel und stellt es, begossen mit dem Weißwein, zusammen mit einer Zwiebel, Nelken, zerdrückten Pfefferkörnern, Thymian und Lorbeerblatt zugedeckt mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank.
Dann nimmt es dann heraus, tupft es trocken und brät es in der heißen Butter von allen Seiten kräftig an.
Die Sellerie und die Zwiebel hat man in Würfel geschnitten und läßt sie kurz mitrösten. Mit Mehl bestäuben und mit heißer Marinade aufgießen.
Dann nimmt man die Zwiebel, Lorbeerblatt und Nelken heraus, fügt die Champions hinzu und rührt die Sahne ein. Abschmecken, abgetropfte Kapern und Kerbel unterheben.
Dazu gibt`s Nudeln oder (noch besser) Spätzle und Salat.

(Wir danken Frau Schlicker für ihren Beitrag recht herzlich.

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